Aktuelles

Corona-Hinweise:

Liebe Tierhalter,

wieder einmal müssen wir auf die neuen Coronamaßnahmen mit Einschränkungen unseres Praxisbetriebes reagieren. Bitte haben Sie Verständnis für folgende Veränderungen:
- Bitte desinfizieren Sie sich nach dem Reinkommen die Hände an unserem kontaktlosen Desinfektionsmittelspender - auch wenn Sie nur Medikamente abholen oder eine Frage haben.
- in der Warteschlange vor dem Praxisgelände bitte ausreichend Abstand einhalten
- immer nur ein Tierhlater begleitet das Tier in die Praxis
- auch Kinder warten besser im Auto (Ausnahme: Säuglinge)

Sie kommen bitte nicht in die Praxis:
- wenn Sie erkältet sind
- wenn Sie möglicherweise Kontakt zu infizierten Personen gehabt haben könnten

Bleiben Sie gesund, Ihr Praxisteam

Wir stellen vorerst keinen Wassernapf

Liebe Hundebesitzer,

sicherlich ist Ihnen aufgefallen, dass sich vor unserer Praxis kein Wassernapf mehr befindet. Gerade an heißen Sommertagen oder längeren Autofahrten wäre ein kühler Schluck sicher empfehlenswert. Allerdings kann dieser Wassernapf auch zu einer Ansteckungsquelle werden, denn die meisten Hunde, die unsere Praxis aufsuchen, sind krank und können somit Krankheitserreger an Ihren Hund weitergeben. Wir möchten Sie bitten, sich selbst einen Napf für die Wartezeit mitzubringen! Sprechen Sie uns im Notfall direkt an.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Praxisteam

COVID-19: Was Tierhalter jetzt wissen möchten

1. Kann sich mein Tier mit Covid-19 infizieren?

Laut Einschätzung der World Small Animal Association gibt es nur begrenzte Hinweise darauf, dass sich unsere Haustiere infizieren könnten. Krankheitssymptome, lebende Viren oder Virusvermehrung im Tier wurden bisher nicht nachgewiesen.

2. Kann ich mich bei meinem Haustier anstecken?

Bisher gibt es keinen Hinweis darauf, dass von Haustieren eine Infektionsgefahr ausgeht. Das FLI (ein Institut für Tierseuchen) weist aber ausdrücklich darauf hin, dass gründliches Händewaschen nach Haustierkontakt, anhaftende Viren reduzieren kann.

3. Was gilt für den Umgang mit Tieren, wenn der Besitzer an Covid-19 erkrankt ist?

Diese Tiere sollten von gesunden Menschen versorgt werden. Von diesen Tieren sollte man sich nicht ablecken, nicht streicheln oder gar küssen lassen. Zum eigenen Schutz sollte man einen Mundschutz tragen, während das Tier versorgt wird und sich vorher und nachher gründlich die Hände waschen.

Quelle: Der Praktische Tierarzt, 101, Heft 04/2020

Neue Gesetze zur Vergütung des Notdienstes

Liebe Tierbesitzer,

ab diesem Jahr (2020) gelten, laut Bundesrat, die neuen Gesetze zur Vergütung des Notdienstes von Tierärzten. Dabei werden folgende Veränderungen gesetzlich festgelegt:

1. Die Notdienstgebühr: Jeder Tierbesitzer, der den Notdienst mit seinem Tier in Anspruch nimmt, muss eine pauschale Gebühr von 50€ + Mehrwertsteuer bezahlen.

2. Alle Leistungen, die der Tierarzt im Notdienst erbringt, müssen mit dem zweifachen Gebührensatz (in der normalen Sprechstunde wird der einfache Gebührensatz verwendet) abgerechnet werden.

3. Das Gesetz legt auch die Notdienstzeiten fest, zu denen diese erhöhten Gebühren abgerechnet werden dürfen: Werktags beginnt der Notdienst 18 Uhr und endet am nächsten Tag morgens 8 Uhr. Am Wochenende beginnt der Notdienst nach der Sprechstunde am Samstag 12 Uhr und endet Montag früh um 8 Uhr.

Alle Tierärzte sind durch die neue Gesetzgebung verpflichtet, diese Gebühren den Tierhaltern in Rechnung zu stellen. Es liegt nicht im Ermessensbereich einer Praxis diese Beträge einzukürzen.

Für unsere Kaninchenhalter

Das Frühjahr ist erfahrungsgemäß Impfzeit für viele Langohren. Bei der Heimtierhaltung von Kaninchen raten wir zur Impfung gegen Myxomatose und Chinaseuche (RHD = Rabbit Haemorragie Disease).

Bei beiden Erkrankungen handelt es sich um aggressive Viren, deren Behandlung nicht möglich ist. Die Kaninchen erkranken akut und verenden qualvoll. Deshalb spielt die prophylaktische Impfung eine besondere Rolle und viele Kaninchenhalter lassen ihre Tiere mit einer Zweifachimpfung schützen.

Leider hat sich bei der Chinaseuche in den letzten Jahren eine neue Virusvariante entwickelt, die in der herkömmlichen Kombinationsimpfung nicht enthalten ist. Für die sogenannte RHD II-Impfung steht ein Impfstoff zur Verfügung, der gleich 10 Impfdosen enthält, die kurz hintereinander verimpft werden müssen.

Wenn Sie Ihr Kaninchen vor dieser "neuen" Chinaseuche schützen möchten, rufen Sie in unserer Praxis an und lassen Sie sich von unseren Mitarbeitern beraten.

Fit und agil bis ins hohe Alter

Unsere Haustiere werden immer älter. Während das durchschnittliche Lebensalter unserer Hunde im Jahr 1980 ca. 9 Jahre betrug, ist es inzwischen auf 12 Jahre gestiegen.

Fit bis ins hohe Alter für unsere Hunde

Eine Dogge gilt mit 7,5 Jahren als alt, ein Labrador mit 9, ein Dalmatiner mit 10 und kleine Rassen mit 11,5 Jahren. ABER: Alter ist keine Krankheit.

Auf dem Kongress für Ganzheitliche Tiermedizin im April in Nürnberg haben wir Tierärzte uns mit dem Altern eingehend beschäftigt.

Was verändert sich im Alter?

  • Die Stoffwechselrate vermindert sich, d.h. Hunde neigen zu Übergewicht.
  • Das Immunsystem wird schwächer, unsere Hunde haben häufiger oder länger mit Infektionen zutun.
  • Endokrine Drüsen wie die Schilddrüse erfüllen nicht mehr ihre normale Funktion. Der Hund braucht „Schilddrüsentabletten“. Herz- und Lungenerkrankungen treten häufiger auf.
  • Muskelmasse nimmt ab, entzündliche Gelenkerkrankungen nehmen zu und die Zellzahl im Nervensystem sinkt.

Diese Probleme sind größtenteils chronisch und bedürfen lebenslanger Betreuung durch den Besitzer.

Ein jährlicher Check-up in der Tierarztpraxis hilft Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Fit und agil bis ins hohe Alter ist auch für unsere Hunde möglich. Dabei haben gerade physiotherapeutische Anwendungen viele positive Wirkungen. Die Beweglichkeit wird verbessert, Muskeln werden aufgebaut. Koordinationsübungen fördern nicht nur die Gliedmaßenbelastung, sie stärken auch das Nervensystem. Schmerzen lassen nach. Ganz klar, dass das zu mehr Wohlbefinden führt. Und Zuhause fleißig weitergeübt, bringt so manche physiotherapeutische Hausaufgabe viel Spaß für den Senior und seine Besitzer, und zeigt wie schlau und beweglich unsere Hunde im Alter noch sein können.

Mitteilung über die Änderung des Arzneimittelgesetzes für Tierärzte

Liebe Tierhalter,

am 01.03.2018 trat eine Erneuerung des Arzneimittelgesetztes für Tierärzte in Kraft. Dabei wurden die Richtlinien für die Anwendung und Abgabe von Antibiotika verschärft. Das Zunehmen der Resistenzen auf bestimmte Antibiotika in der Medizin ist weiterhin bekannt und ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Medikamenten unabdingbar. Wir dürfen deshalb keine Antibiotika an Tierbesitzer abgeben, ohne die Tiere vorher untersucht zu haben. Es gibt aber fast immer unterstützende Mittel, die kein Antibiotikum enthalten und die man bis zum nächsten Tierarztbesuch anwenden kann. An die Tierbesitzer, deren Tiere antibiotikahaltige Arzneien verordnet bekommen haben, appellieren wir eindringlich, die vom Tierarzt verordneten Dosierungsvorgaben unbedingt einzuhalten und die Medikamentengabe nicht vorzeitig (z.B. bei Verbesserung des Allgemeinbefindens) abzubrechen. Nur so können wir verhindern, dass überlebende Bakterien eine Unempfindlichkeit gegen das Antibiotikum entwickeln. In einigen Fällen (z.B. bei einem Wechsel des Antibiotikums oder wenn bestimmte Wirkstoffe verwendet werden sollen) sind wir verpflichtet worden, eine bakteriologische Untersuchung mit einem Resistenztest im Labor anfertigen zu lassen. Diese Maßnahme ist für den Tierbesitzer mit zusätzlichen Kosten verbunden, sichert aber die Auswahl eines geeigneten Medikamentes.

Quelle: Deutsches Tierärzteblatt, April 2018, „Zweite Verordnung zur Änderung der Verordnung über tierärztliche Hausapotheken (TÄHAV), gültig ab 01.02.2018“

Ernährung nach der Kastration

Durch eine Kastration verändert sich der Stoffwechsel Ihres Hundes oder Ihrer Katze, deshalb sollten Sie auch die Ernährung an die neue Situation anpassen.

Sexualhormone sind an der Regulation von Appetit und der Stoffwechselaktion mitbeteiligt. Dieses ändert sich nach Abbau der Sexualhormone:

Der Appetit steigt um bis zu 25% und der Energiebedarf sinkt um bis zu 30%.

Katze sitzt am Fenster Deswegen ist es wichtig die Ernährung Ihres Haustieres an diesen „neuen“ Bedarf anzupassen. Eine Futterreduktion ist meist nicht von Vorteil, da diese Hunde häufig anfangen zu betteln oder unterwegs „Essensreste“ aufsammeln. Es wäre empfehlenswert auf ein Futter für kastrierte Tiere (Neutered-Produkte) umzustellen, d.h. ein Futter mit weniger Energie.

Hochwertige Futtermittel bieten häufig zur Energiereduktion weitere Vorteile:

  • Reduktion des Harnsteinrisikos (Struvite, Oxalate -> S/O-Index)
  • Erhalt der schlanken Muskelmasse durch hochwertige Eiweißzusammensetzungen und Zusatz von L-Carnitin
  • Anreicherung mit Antioxidantien zum Schutz vor vorzeitiger Zellalterung

Sie sollten ca. 1-2 Wochen vor der Kastration eine langsame Futterumstellung auf das neue Futter beginnen, da sich bereits 48 Stunden nach der Kastration der Energiebedarf Ihres Tieres ändert.

Beginnen Sie langsam Ihr Tier an das neue Futter zu gewöhnen, dieser Prozess sollte 7-14 Tage dauern, damit keine Unverträglichkeiten (Durchfall, Erbrechen) durch zu schnelle Umgewöhnung auftreten.

Für Empfehlungen sprechen Sie uns sehr gerne in der Praxis an!

Adipositas

Übergewicht ist das häufigste Gesundheitsproblem bei Hunden und Katzen. Etwa 50% der Tiere haben für ihre Rasse, ihr Alter und ihr Geschlecht ein zu hohes Körpergewicht. Die häufigeste Ursache ist ein Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch:

Mögliche Ursachen dieses Ungleichgewichts sind:

  • Übermäßige Futteraufnahme (zu viel Futter, zu viele Leckerchen)
  • Unausgewogene Ernährung, z.B. zu hoher Kohlenhydrat- und Fettanteil
  • Fehlende körperliche Aktivität

Weitere Risikofaktoren sind:

  • Kastration
  • Alter
  • Geschlecht
  • Rasse
  • Stoffwechselerkrankungen, z.B. Schilddrüsenunterfunktion

Viele Besitzer nehmen das Übergewicht Ihres Haustieres leider nicht ernst genug und sind sich nicht bewusst, welche Erkrankungen dadurch im Laufe der Jahre auftreten können:

  • Osteoarthritis/Osteoarthrose und weitere Probleme des Begungsapparates
  • Herzerkrankungen
  • Atemwegserkrankungen
  • Harnwegserkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • Diabetes

Durch das Übergewicht lindert sich auch die Lebenserwartung Ihres Lieblings.

Mit einer ausgewogenen Nahrung bzw. mehr Bewegung/Aktivität, häufig auch schon mit einer Optimierung der Futtermenge und einigen Regeln wird Ihr Haustier wieder sein Idealgewicht erreichen oder auch bei prophylaktischen Maßnahmen gar nicht erst adipös werden.

Regeln zur Ernährung:

  • Konsequenz- Zwingen Sie Ihr Haustier nicht zum Fressen und füttern Sie es nicht aus der Hand (um es nicht unnötig zum Fressen zu animieren), nicht ad libitum füttern- hinstellen, nach 10 min. wieder wegstellen!
  • Keine Futterzusätze, um Ihr Tier zum Fressen zu animieren!
  • Nicht vom Tisch füttern!
  • Keine menschliche Nahrung!
  • Und bitte: Versuchen Sie nicht durch Füttern Ihr Haustier glücklich zu machen!

Ihr Praxisteam